Menorca “Talayótica”

Die Vorgeschichte Menorcas ist als “Menorca Talayótica” bekannt und ist Kandidat dafür, von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt zu werden.

Die archäologischen Überreste der ersten Siedler, die auf Menorca lebten, haben das Erbe und die Landschaft der Insel geprägt und charakterisiert. Die talayotische Kultur hebt sich von den übrigen zeitgenössischen Kulturen des westlichen Mittelmeerraums ab, weil sie einzigartige Merkmale aufweist, die sie von den anderen unterscheidet. Dazu gehört zum Beispiel die „Taula“, ein Monument, das es nur auf der Insel Menorca gibt.

Archäologische Quellen haben bestätigt, dass um 1400 v. Chr. ein wirtschaftlicher und sozialer Wandel in den Gemeinschaften, die die Insel bewohnten, stattfand. Es begann ein progressiver Anstieg der Bevölkerung, der eine Entwicklung zu einer hierarchischeren Gesellschaft bewirkte, zu einer neuen eher „städtischen“ Kultur: die talayotische Kultur. Die meisten talayotischen Siedlungen oder Dörfer befinden sich in der südlichen Hälfte der Insel und besetzten wahrscheinlich die gleichen Gebiete, wie die bereits vorher existierenden Ansiedlungen. Der Grössenunterschied zwischen diesen Dörfern deutet auf eine strategische Verteilung der grösseren Ansiedlungen hin, die somit ihre angeschlossenen und andere kleinere Siedlungen beherrschten. Dies ist der Fall beim talayotischen Dorf „Torre den Galmés“, der grössten bisher auf den Balearen Inseln dokumentierten talayotischen Siedlung.